Zielgruppe

Unfallrisiko ist nicht gleich verteilt.
Mehr über die Zielgruppen der Berliner Verkehrssicherheitsarbeit.

Mobil sein ist für Kinder riskanter als für Erwachsene, für Zweiradfahrer – egal ob motorisiert oder auf dem Fahrrad unterwegs – riskanter als für Autofahrer, für junge Erwachsene riskanter als für langjährige Führerscheinbesitzer.
Das ist in Berlin nicht viel anders als anderswo.

  • Zu Fußgehende verunglücken im Vergleich zu ihrem Modal Split-Anteil von 30% unterdurchschnittlich häufig (13%), werden allerdings in vergleichbarer Häufigkeit schwer verletzt (rd. 26%).
  • Radfahrerinnen und Radfahrer legen zwar nur 13% der täglichen Wege im Berliner Stadtgebiet zurück, weisen jedoch einen Anteil von rd. 32% der im Straßenverkehr schwer Verletzten auf. Mit einem motorisierten Zweirad ist das Risiko noch größer: Einem Anteil von 1% an den täglichen Wegen steht hier ein Anteil von rd. 21% bei den schwer Verletzten gegenüber.
  • Mit Abstand am günstigsten schneiden die öffentlichen Verkehrsmittel ab. Ihr Anteil am Modal Split umfasste mit 26% rund ein Viertel der täglichen Wege, während er bei den Verunglückten und schwer Verletzten langjährig 2% nicht übersteigt.

Bevölkerungsgruppen mit dem größten Unfallrisiko:

  • Kinder im Schulalter (6 bis 14 Jahre), die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Besonders gefährdet sind die älteren Radfahrenden Schulkinder.
  • Jugendliche (15 bis 17 Jahre) weisen zu Fuß ein vergleichbar hohes Risiko auf, sind jedoch auch mit dem Fahrrad und als Mitfahrende im Auto erheblich gefährdet.
  • Junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre) tragen bei der Kraftfahrzeugnutzung als Fahrende oder Mitfahrende das höchste Risiko, bei einem Straßenverkehrsunfall zu Schaden zu kommen und dies sowohl im Auto als auch auf motorisierten Zweirädern.
  • Motorisiert Zweiradfahrende sind in besonderem Maße gefährdet und zwar weit überproportional zu ihrem Anteil am täglichen Verkehrsaufkommen.
  • Alte Menschen von 75 Jahren aufwärts werden bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil zu Fuß besonders häufig schwer verletzt.

Das Verkehrssicherheitsprogramm ist deshalb vorrangig auf die nachstehend genannten Risikogruppen ausgerichtet.

Die Zielgruppe der Berliner Verkehrssicherheitsarbeit

Risikogruppen des Verkehrssicherheitsprogramms Berlin, unterschieden nach Risikopotenzial bzw. Bedeutung für die Prophylaxe:
Kinder und alte Menschen zu Fuß, Radfahrende nahezu unabhängig vom Alter sowie junge Erwachsene als Kraftfahrzeugfahrende und Mitfahrende sind die Hauptrisikogruppen.
(Ermittlungsbasis: Aktuelle Unfallkostensätze in Deutschland, Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen; Quelle: VSB Berlin 2014;33)

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